Tiernummer: H19-049



Name: Senta

Geschlecht: weiblich, kastriert

Rasse: Labrador-Mix

Gewicht: 24,4 kg

Schulterhöhe: 49 cm

Geboren: ca. 05/2016


Beschreibung:

Hundedame Senta haben wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen.

Senta ist eine sehr scheue und ängstliche Hündin, mit der man noch viel arbeiten muss. Ideal für sie wären Menschen, die bereits Erfahrung im Umgang mit sehr ängstlichen, zum Teil panischen Hunden haben. Oder aber Menschen, die sich dieser großen Aufgabe gern annehmen wollen und vor allem die Zeit und auch die Geduld besitzen, denn der Weg wird lang und nur in kleinsten Schritten zu meistern sein. Die neuen Dosenöffner sollten auch definitiv keine zeitlichen Bedingungen haben, wie "Den Hund bekommen wir in X Monaten schon hin.". Am Ende stellt sich bei solchen Bedingungen der Mensch selbst und zwangsläufig auch den Hund unter Druck. Solche Vorhaben sind meist zum Scheitern verurteilt. Senta hat bereits bei etlichen Hunden gezeigt, dass sie auf deren Gesellschaft gut verzichten kann.

Wie ist Senta denn so?
Senta braucht ihre Routine, damit sie halbwegs entspannt ist. Sie kennt ihr Hundezimmer und kennt auch die Zeiten, zu welchen sie in den Auslauf darf. Diese Routine hat sie drin und ist bei uns auch stubenrein. Jegliche neue Situationen, selbst das Gassigehen, bereitet ihr (noch) unheimlichen Stress. Sie reagiert dann mit Stresshecheln und Unruhe. Kommt es bei einem solchen Gassigang dann auch noch zu zusätzlichen stressbedingten Situationen (ein fremder Mensch geht z.B. vorbei) reagiert sie schnell panisch und will einfach nur flüchten. Das Laufen an der Leine kannte Senta gar nicht. Jeglicher Zug an Halsband oder Geschirr ließ sie panisch zerren, sie wollte einfach nur weg. Ein Beruhigen war nicht möglich. Unter Anleitung einer Tierärztin, die sich auf Verhaltensmedizin und -therapie spezialisiert hat, arbeiten wir bei Senta derzeit mit angstlösenden Medikamenten. Diese haben bei ihr auch bisher einen guten Erfolg gebracht und sollten im neuen Zuhause auf jeden Fall fortgeführt werden. Mittlerweile läuft Senta gut an der Leine, vorausgesetzt es gibt keinen weiteren Stressfaktor. Kommt dieser hinzu, verfällt sie leider immer noch in Panik, aber bei weitem nicht so schlimm wie ganz am Anfang. Die Panik ist durchaus händelbar, wenn der Mensch selbst ruhig bleibt. Und so wie das Gassigehen, so werden ihr noch viele andere Dinge Stress bereiten, weil sie es schlichtweg nicht kennt. Der Fernseher, der zu Hause läuft, die ratternde Waschmaschine, die plötzlich loslegt - Dinge, die für uns alltäglich sind, sind für Senta im Moment Neuland und das blanke Grauen.
Natürlich kann Senta auch Vertrauen zum Menschen aufbauen, aber das dauert eben seine Zeit. Dann aber kann sie auch sehr kuschelbedürftig sein.

Was wünschen wir uns für Senta?
In ruhiger Umgebung eine Einzelperson oder auch zwei maximal, idealerweise mit Grundstück oder zumindest eine Wohnung im EG mit Terrasse. Gerade am Anfang wird Senta mit dem Umzug in ein neues Zuhause sehr überfordert sein. Daher sollte man mit ihr am Anfang nur zum Lösen mehrmals kurz raus, damit sie sich erst einmal an die neue Wohnumgebung gewöhnen kann. Dann muss der Futtergeber Stück für Stück mit ihr in der Gassirunde arbeiten, sprich, nicht gleich nach ein paar Tagen einen kompletten Gassigang, der zwei Stunden geht, durchführen, sondern erst einmal ein paar Meter und wenn das klappt, die Reichweite Stück für Stück ganz langsam erhöhen.

Die Dosenöffner sollten sich in jedem Falle bewusst sein,
... dass Senta enorm viel Zeit benötigt, um sich einzugewöhnen.
... dass sie mit Senta aktiv trainieren müssen, um ihr ein einigermaßen entspanntes Leben zu ermöglichen.
... dass sie aufgrund ihrer tiefsitzenden Ängste mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie ohne Leine laufen kann (außer in gut gesicherten Ausläufen).
... dass man von Senta nicht zu viel erwarten darf und auch mal mit Rückschlägen rechnen muss.